Umdenken ist die Nachhaltigkeit von morgen

Donnerstag, 7. Mai 2015 at 15:47

Bereits zum fünften Mal luden wir unsere Partner und Kunden ein mit uns einen Tag voller spannender und inspirierender Vorträge zu verbringen. Das Motto in diesem Jahr: „Umdenken ist die Nachhaltigkeit von morgen“. Doch bevor es am 8. Mai so richtig losging, trafen wir uns am Vorabend im Restaurant „Fünf“ zu einem netten Beisammensein/in geselliger Runde. Nach einem kleinen Sektempfang bei sonnigem Frühlingswetter genossen wir die entspannte Atmosphäre bei leckerem Essen und vielen anregenden Gesprächen.

Customer Centricity à la Lokalkolorit

Am Donnerstagmorgen versammelten sich dann 31 Partner und Kunden auf dem CAS Campus. Nach einem Come Together bei Kaffee und Brezeln läutete unsere Moderatorin Steffi Hirth den offiziellen Beginn eines spannenden Vortragsprogramms ein. Oliver Heim, Geschäftstführer von YellowMap local und erster Speaker, nahm uns mit auf eine Zeitreise durch unsere Heimatstadt Karlsruhe, die in diesem Jahr ihren 300. Geburtstag feiert. Erzählt hat er die Geschichte von Carl Benz und der Erfindung des Autos, ein Beispiel dafür, dass Umdenken und Andersdenken zum Erfolg führt. Denn anstatt die Kutsche noch bequemer, besser und schneller zu machen, hat er umgedacht, das Auto erfunden und ließ sich auch nicht von den anfänglichen Kritikern beirren. Auch die Jungfraubahn und KLM zeigten uns exzellente Beispiele für einen Perspektivenwechsel. Kennengelernt haben wir Menschen, die wie Carl Benz mit den Konventionen gebrochen, anders gedacht und dadurch etwas geschaffen haben, das die Menschen nachhaltig begeistert hat.

Umtopfen im Park – Wöchentlich von April bis Montag.

Nach einem starken Vortrag im letzten Jahr, luden wir erneut Helge Thomas ein, der es wieder einmal geschafft hat, das Umdenken in unseren Köpfen anzuregen und zuzulassen. Sprechen ließ er einen anderen, Erik Händeler, bekannter Zukunftsforscher und Spezialist für die Theorie von Kondratieff der langen Strukturzyklen. In witziger und beeindruckender Weise erzählte uns Händeler die Konsequenzen makroökonomischer Entwicklungen und deren Folgen für die Märkte. Helge Thomas kommentierte zwischendurch und stellte fest, dass wir die Folgen unseres Tuns nicht vollständig überblicken können und es deshalb wichtig ist stets achtsam zu sein.

Von einem auslaufenden Geschäftsmodell und der Notwendigkeit sich neu auszurichten

Bei schönstem Frühlingswetter führten unsere Gäste die Gespräche auch in den Pausen fort. Getreu unserem Motto konnten wir in diesem Jahr einen ersten Partner zu Wort kommen lassen, der in seinen eigenen Reihen die Zukunftsmachermethode durchgeführt hat. Von den Erkenntnissen und Reaktionen berichtete Heiko Hanslik von der Regio TeleVerkaufs GmbH. Er hat erkannt, dass die „verstaubte Verlagsbranche“, wie er sie selbst betitelte, umdenken muss. So wurde Anfang des Jahres Oliver Heim eingeladen, um den Customer Centricity Prozess anzustoßen. Mit dem Blick durch die Kundenbrille wurden gemeinsam mit dem Team Probleme identifiziert, Erfolgsfaktoren definiert und ein Zukunftsbild geschaffen. Ein toller und interessanter Einblick in die Customer Centricity Praxis!

Erfolgsfaktor Leadership

Zum Abschluss des Vormittags widmet sich unser Kollege der CAS Software AG Steffen Ehrhardt-Däuble einer wichtigen Dimension im Customer Centricity Zukunftsbild – den Mitarbeitern. Wer bisher dachte Leadership hätte nur etwas mit Führungspositionen zu tun, wurde eines Besseren belehrt. Denn Leadership nach dem Verständnis der CAS sollte als Grundhaltung gesehen werden, die von allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gelebt wird. Denn „jeder ist ein Leader, wenn er denkt und handelt wie ein Leader.“ Ansatz der Philosophie bei der CAS ist, dass jeder Mitarbeiter dazu befähigt wird, seine Potentiale und Talente selber zu erkennen und diese auch am richtigen Platz einsetzen kann.

Auf dem Weg zum Customer Centric Unternehmen – Tipps und Erfahrungen aus der Praxis

Nach einer sonnigen und ausgedehnten Mittagspause eröffnete Frank Dimpfel, Geschäftsführer im Bereich GeoSolutions und Vorstand, das Nachmittagsprogramm. Er berichtete über eigene Erfahrungen, die er im Customer Centricity Prozess gemacht hat. Auch er betont immer wieder den hohen Stellenwert des Perspektivwechsels und gab den Zuhörern wertvolle Tipps mit auf den Weg für ihren eigenen Customer Centricity Prozess. Dazu zählen vor allem die Mitarbeiter mitnehmen, Erfolge und zwar auch kleine kommunizieren und bei allem Tun und Handeln stets achtsam bleiben.

The Future of SEO?

Im Anschluss widmete sich Michael Möller der SEO Agentur MSO digital dem Thema wie User Experience die Suchmaschinenrankings beeinflusst. Nach einem kleinen Rückblick auf die Entwicklung von Suchmaschinen und Rankingfaktoren, die sich durch verschiedene Google-Updates immer wieder verändert haben, zeigt er uns auf, welche Faktoren heute das Ranking bei Google positiv beeinflussen. Dazu gehören auch Nutzersignale, wie z. B. die Absprungrate, die Verweildauer, die Click-Through-Rate, direkter Traffic oder die Anzahl wiederkehrender Besucher. All diese Faktoren stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der User Experience. Denn nur wer eine gute Usability aufweisen kann, eine übersichtliche Seite bereitstellt und ein funktionales Design bietet kann in Sachen Nutzererlebnis punkten und somit sein Google Ranking verbessern. Und dies gilt nicht nur für Desktop Webseiten. Seit dem Mobile friendly Update von Google am 21. April 2015 spielt auch die Bedienbarkeit auf Smartphones eine entscheidende Rolle.

Usability Engineering – Nicht „schön“ machen sondern „benutzerzentriert“

Wie wir aber nun zu einer guten User Experience kommen, erklärte uns anschließend Prof. Thomas Ritz. Nachdem am Tag zuvor ein Student den Inhalt seiner Vorlesung als zu trivial bezeichnete, entschied er sich kurzerhand seine Folien Folien sein zu lassen und griff zum Flipchart. Mit viel Humor zeigte er uns auf, was bei der Erstellung von benutzerzentrierten Anwendungen wichtig ist. Dabei betont er, dass es nicht allein damit getan ist, den Kunden in den Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses zu stellen. Der Knackpunkt ist die Kommunikation. Und zwar nicht nur zwischen Unternehmen und Kunden sondern auch zwischen den einzelnen Abteilungen innerhalb des Unternehmens. Und weil die Beteiligten innerhalb des Unternehmens von ihrer Art und ihrem Verständnis so unterschiedlich sind, ist es wichtig, dass eine einheitliche Sprache gesprochen wird. Als Beispiel, wie das gelingen kann, nennt Ritz das Bilden von Personas, d. h. fiktive Personen, die die Wertegemeinschaft wiederspiegeln. Gibt man diesen Personen noch ein Gesicht, so hat jeder die gleiche Vorstellung der Zielgruppe vor Augen.

„Würmer im Gehirn – ein Blick in die Blackbox Kunde“

Den letzten Vortrag des Tages hörten wir von Dr. Nadine Höchstötter. Der Titel „Würmer im Gehirn – ein Blick auf die Blackbox Kunde“ machte uns neugierig und wir waren gespannt, was uns da wohl erwarten würde. Tatsächlich hatte sie diesen Begriff das erste Mal in der Serie Grey’s Anatomy gehört und anschließend danach gegoogelt. Anhand dieses Beispiels zeigte sie uns, wie solche Begriffe das Suchverhalten verändern. Während es vor der Ausstrahlung der Folge keine Suchanfragen gab, schoss die Anzahl der Suchanfragen am Tag extrem nach oben, flachte dann schnell wieder ab. Dies ist nur ein Beispiel und kann mit jedem beliebigen Begriff durchgeführt werden. Solche Analysen helfen Unternehmen beispielsweise bei der Namensfindung von Produkten oder Markennamen. Im Idealfall ist der Begriff Google noch nicht bekannt. So kann man als Unternehmen akribisch alle Kanäle mit dem Begriff bespielen. Googelt der Nutzer dann irgendwann einmal nach diesem Begriff werden all diese Kanäle auf der ersten Seite erscheinen und bietet ihm ein „schönes“ und vertrauenswürdiges Suchergebnis, was sich automatisch auf das Image der Marke überträgt.

Nach so vielen spannenden Impulsen gab es anschließend noch einiges an Gesprächsbedarf und so ließen wir den Tag mit unseren Partnern und Kunden bei einem kühlen Getränk gemütlich ausklingen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für die offenen Gespräche, inspirierenden Diskussionen sowie den tollen Austausch und schauen schon jetzt voller Vorfreude auf den nächsten Partnertag.

 

Eure Steffi

Stefanie Metzger

Stefanie Metzger

Wann immer irgendwer nicht weiß, was gerade irgendwo los ist, Steffi M. weiß Rat. Sie kennt grundsätzlich jeden und jeder kennt Steffi, meistens sogar persönlich. Ob KSC, Fitnessstudio oder Das Fest – wer ihr begegnet ist, wird sich erinnern und jeder vermeintlich neue Kontakt war in Steffis weltumspannendem Netzwerk mit Sicherheit schon lange bekannt. Eigentlich ist es längst an der Zeit, Steffi M. als universellen Informationsdienst live zu schalten, aber sie weigert sich hartnäckig, anprogrammiert zu werden. Dennoch profitieren YellowMap-Produkte von einer Produktmanagerin dieses Kalibers, denn Steffi weiß, was die Leute interessiert und teilt es jedem Techniker unmissverständlich mit. Dazu muss er nicht eine Frage stellen. Steffi liefert Kommentare proaktiv.
Stefanie Metzger

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