Responsive Design & die optimale mobile Nutzung von Webseiten

Dienstag, 20. Januar 2015 at 13:08

In der lokalen Suche aber auch der Suche nach Filialen, Niederlassungen und Vertriebspartnern von Unternehmen gewinnen mobile Geräte immer mehr an Bedeutung. In manchen Fällen hat der Anteil mobiler Zugriffe die stationären bereits weit hinter sich gelassen. Welche Bedeutung Smartphones bei der lokalen Suche eingenommen haben, zeigt auch die Google Studie „Our Mobile Planet„: Fast 90 Prozent der Smartphone Nutzer suchen mobil nach lokalen Informationen, mehr als die Hälfte informiert sich über Produkte. Ein guter mobiler Auftritt wird für Unternehmen somit immer bedeutender.

Responsive Design – was ist das?

Responsive Design ist im Kern ein Webdesign, das für Endgeräte mit verschiedenen Displaygrößen optimiert ist. Die Webseite wird völlig gleichartig via URL im mobilen oder stationären Browser aufgerufen. Beim Aufruf fragt sie die individuellen Eigenschaften des Geräts ab und die Webseite wird dynamisch angepasst. Dazu existieren mehrere Basislayouts, die abhängig von verschiedenen Displaygrößen ausgewählt werden. Vordefinierte Übergangspunkte, die typischerweise bei 480, 768 und 1.024 Pixeln liegen, bestimmen so über die Auswahl und Darstellung der Inhalte. So gehören verzerrte Bilder und nerviges Zoomen der Vergangenheit an. Außerdem passt sich die Darstellung so auf die jeweilige Nutzungssituation des Anwenders an. Ausführliche Produktinformationen liest man z.B. eher auf dem Laptop oder Tablet. Auf dem Smartphone sind lange Texte recht mühsam. Ein kurzer Überblick ist hier meist ausreichend.

Responsive Design kann mehr

Die Möglichkeiten von Responsive Design gehen über das bloße Anpassen von Informationsangeboten hinaus. Solange keine allzu komplexen Funktionen umgesetzt werden müssen, kann Responsive Design sogar eine native App ersetzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Während sonst mehrere native Apps entwickelt werden müssen, die jeweils nur auf einer Plattform (iOS, Android und Windows) laufen, ist es hier nur eine Webapplikation, die auf allen Plattformen läuft. Während man für native App-Entwicklung mehrere Spezialisten (Apple, Google, Microsoft) braucht, ist hier nur ein fähiger Webentwickler nötig. Für Funktionen, die sich im Browser nur schlecht umsetzen lassen, kann die Anwendung auf native, bereits installierte Apps zurückgegreifen. Sie übergibt beispielsweise eine Adresse direkt an die installierte Navigationsapp, welche den Nutzer anschließend zum Ziel führt.

Beispiel: Die GTÜ-Partnersuche

Gemeinsam mit GTÜ hat YellowMap eine solche Anwendung entwickelt. Die umfangreiche GTÜ-Partnersuche kann nun geräteunabhängig im Web und mobil aufgerufen werden und bietet stets ein ansprechendes Design und hohe Funktionalität. Zu erreichen ist diese Anwendung unter http://partner.gtue.de. Die mobile Suche wird so angenehm und der Wechsel von einem zum anderen Gerät geschieht dank einheitlichem Bedienkonzept völlig reibungslos. Für die Navigation interagiert auch diese Anwendung mit der nativen Karten-App auf dem Telefon. Ein Touch und das ausgewählte Ziel ist programmiert.

Responsive Design oder native App?

In unserem Beispiel ist Responsive Design die ideale Lösung, aber das gilt selbstverständlich nicht in jedem Fall. Für unsere Partnersuche zählt vor allem der einfache, bequeme und einheitliche Zugriff. Die Entscheidung Web oder App ist selbstverständlich von den individuellen Wünschen und Bedürfnissen abhängig. Ja es gibt sogar noch etwas dazwischen – die sogenannte WebApp. Wie weit man inzwischen mit Responsive Design kommt, was eine WebApp ist und kann und wann eine native Anwendung die bessere Lösung ist, werden wir in einem unserer nächsten Artikel ausführlich beschreiben. Es bleibt also weiterhin spannend…

Viele Grüße und frohes Ausprobieren wünscht

Richard

Richard Wacker

Richard Wacker

Die männliche Quasselstrippe unter den YellowMaplern: Egal ob es um schwarze Löcher oder Patentsrechtproblematik geht, Richard kann zu jedem Thema etwas sagen. Ein breitgefächertes Themenfeld gehört auch zu seinem Berufsalltag als Forschungsleiter: Von Festivals über Notfallszenarien bis hin zu Management von sozialen Netzwerken ist alles dabei. Mit seiner Redegewandtheit kann er andere schnell für seine Themen und kreativen Ideen begeistern. In seiner Freizeit heißt das Motto „Augen zu und durch“, wenn er die Straßen mit seinem Motorrad unsicher macht.
Richard Wacker

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