Neujahrsvorsätze – was eine Woche später davon übrig bleibt

Freitag, 9. Januar 2015 at 15:52
„Mein Vorsatz für 2015 ist, meine Ziele für 2014 zu erreichen, was ich schon 2013 hätte tun sollen, weil ich mir das schon 2012 versprochen habe und es seit 2011 plane.“ – 8crap

 

Wer die Quelle dieser Weisheit nicht kennt, verbringt vermutlich einfach weniger Zeit auf zwar unterhaltsamen, ansonsten aber eher weniger informativen Webseiten als ich. Das ist auch nicht weiter von Belangen, denn zum einen sind solche Webseiten ziemliche Zeitfresser, zum anderen geht es mir eher um die Aussage: Wieso machen wir es uns jedes Jahr wieder zur Aufgabe, gute Vorsätze für das kommende Jahr zu fassen, wenn wir sie doch meistens spätestens einige Wochen nach der großen Silvesterparty wieder verwerfen?

Das Dilemma mit den guten Vorsätzen

Ich muss zugeben, gute Vorsätze vergesse ich persönlich quasi schon nach dem Anstoßen zur Jahreswende, heute weiß ich nicht einmal mehr, wo mein Notizzettel dazu liegt. Ich erinnere mich allerdings noch daran, dass die Liste an Dingen, die ich gerne verändern möchte, doch recht lang ist: Mehr Sport treiben, gesünder essen, mir mehr Zeit für Familie & Freunde nehmen, meinen Alltag umweltbewusster gestalten, Spanisch lernen… Ich fürchte, da lassen sich noch einige Punkte hinzufügen.

Vermutlich kennt das der ein oder andere von euch auch, einem selbst fallen immer mehr Dinge ein, die man verändern könnte, und schnell sinkt die anfängliche Motivation in den Keller. Schlussendlich scheitert das Vorhaben der Neujahrsvorsätze dann nicht etwa an mangelndem Durchhaltevermögen oder zu wenig Selbstdisziplin, sondern an zu wenig Ansporn und zu vielen Zielen, die man alle möglichst schnell erreichen möchte. Und dieses Prozedere wiederholt sich dann Jahr für Jahr, wenn man der Tradition der guten Vorsätze nicht eines Jahres endgültig abschwört.

Die Römer sind schuld

Doch so können die Römer, auf deren mythischen Gott Janus der Brauch der guten Vorsätze zurückzuführen ist, die Umsetzung ihrer Tradition auch nicht gewollt haben. Auch sie reflektierten das Geschehene und blickten mit Tatendrang auf das neue Jahr.

Ob es den Römern immer gelang, ihre Vorhaben in die Tat umzusetzen, kann wohl niemand so genau sagen, aber dass es Möglichkeiten gibt, mit denen wir unsere Ziele doch erreichen können, machen uns zahlreiche Artikel jedes Jahr wieder klar. Und ob die Tipps darin nützlich sind oder nicht: Mit ihrer Kernaussage haben sie alle recht.

Wenn wir alle unsere Maßstäbe etwas niedriger ansetzen und uns den Druck nehmen, geben wir uns selbst die Möglichkeit, etwas an unserem Leben zu verändern, das uns vielleicht schon seit langem stört. Und sollte jemand nicht wissen, wo passende Institutionen zur Umsetzung seiner guten Vorsätze, wie beispielsweise das nächste Fitnessstudio oder die ortsnahe Volkshochschule, zu finden sind, hilft ihm die lokale Suche von YellowMap sicherlich weiter.
Wer jetzt schon befürchtet, dass es schlussendlich doch an der Motivation scheitern wird, findet vielleicht Gleichgesinnte, mit denen er die Ziele gemeinsam erreichen kann.

Denn vermutlich spornt nichts so sehr an wie im Team an seinen guten Vorsätzen zu arbeiten.

Auch wenn das neue Jahr schon neun Tage alt ist, es ist nie zu spät, Vorsätze in die Tat umzusetzen.

Vielleicht sollte auch ich mich nun mal auf die Suche nach meiner Liste begeben und sie noch etwas kürzen. Ich glaube, da stand auch irgendwas davon, weniger Zeit auf humorvollen, aber ansonsten sinnfreien Webseiten zu verbringen…

Euch allen wünsche ich viel Erfolg & Motivation bei der Umsetzung eurer Vorsätze!

Eure Francis