UX Day 2014 – Ein Tag voller User Experience

Montag, 3. November 2014 at 16:00

Am 23.10.2014 stand in der Alten Feuerwache in Mannheim alles unter dem Zeichen von User Experience und Usability.  Wir waren mit unseren Kollegen der CAS Software AG dort und haben hier für euch den Tag kurz zusammengefasst.

Eine Reise in die Zukunft

Zum Einstieg gab uns Thomas Fickert einen Einblick in die Möglichkeiten, die uns die Vielzahl der Endgeräte heute bietet. Längst finden neben PCs und Smartphones eine Reihe weiterer Endgeräte Anklang unter den Nutzern, wie z. B. Smart Watches, iBeacons oder Smart Glasses. Daraus ergeben sich Potentiale für ein neues Nutzererlebnis. Doch das liegt noch in der Zukunft, denn die Vielzahl an Endgeräten, Services und Anwendungskontexte überfordert uns heute mehr als sie für uns ein echtes Erlebnis ist. Ein wichtiger Grund ist die oft fehlende Vernetzung. Während wir früher wenige Geräte genutzt haben, die Vieles viel schlechter konnten, haben wir heute viele Geräte und Apps, die Weniges viel besser können, sich aber nicht miteinander verbinden. So besteht der Alltag in einem ewigen Springen zwischen Geräten und Anwendungen, von denen jedes ein eigenes Bedienkonzept besitzt. Fickert nennt die Lösung Smart Digital Experiences – eine Lösung, die auf unseren jeweiligen Anwendungs- und Benutzerkontext basiert, intelligent unsere Endgeräte vernetzt und dabei unsere Präferenzen berücksichtigt.

Dank des Begrüßungsvortrags waren wir also bestens darauf vorbereitet, was uns der Tag noch bringen sollte – viele interessante und inspirierende Vorträge und Workshops, in denen die Referenten von Innovationen und Trends aus den Bereichen Apps, Software, Usability und User Experience berichteten.

UX betrifft alle

Neben Anja Weitemeyer, die uns von Problemen und Lösungsmöglichkeiten in den Bereichen Mobile Navigation und Mobile Shopping berichtete (hier findet ihr die Ergebnisse der Untersuchung), hörten wir uns am Vormittag den Vortrag von Götz Bockstedte und Stefan Krüger von SAP an. Sie ordneten die Begriffe User Experience, Customer Experience und Brand Experience ein und machten deutlich wie wichtig eine gute „Gesamt-Experience“ heute ist und wie die Experience eines Unternehmens beeinflusst werden kann. Ein gutes Beispiel dafür ist Nokia. Haben sich die Handys von Nokia weder verschlechtert noch verändert, verloren Sie dennoch mit der Markteinführung der ersten Smartphones nach und nach an Marktanteilen. Das bessere Nutzererlebnis der Smartphones führte dazu, dass das Nutzererlebnis der Nokia Handys sank und damit die gesamte Experience von Nokia darunter litt. Das Beispiel Nokia zeigt, dass gute Experience ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal ist und nicht Aufgabe einer einzelnen Abteilung sein darf, sondern vielmehr über Abteilungsgrenzen hinweg gesteuert werden muss. Diese Aussage sollte uns noch durch den ganzen Tag begleiten.

Nach einer Mittagspause ging es mit Prof. Dr. Alexander Mädche weiter. Er stellte den Usability in Germany e. V. vor, dessen Ziel es ist kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) für das Thema Usability zu sensibilisieren und das notwendige Know-how zu vermitteln. Auch er betont, dass es alle Beteiligten, von den Entwicklern über die Designer bis hin zum Management, an Bord zu holen gilt. Denn laut einer Untersuchung sind es gerade die Geschäftsführer, die noch nicht erkannt haben, dass Usability ein entscheidender Faktor zur Wettbewerbsfähigkeit ist.

Ähnlich denkt auch Uwe Thimel von der CAS Software AG und stellt die These auf, dass nur dann ein echter Mehrwert für das Unternehmen entstehen kann, wenn sich alle Beteiligten auf „UX-Denken“ einlassen, denn er sagt UX ist kein Job, sondern eine Haltung. Authentisch berichtete er von seinen Erfahrungen als UX Experte in verschiedenen Unternehmen und stellt vor, wie er UX bei der CAS Software AG etabliert. Den Vortrag kann man sich übrigens hier anschauen

Der Nachmittag bot weitere spannende Vorträge. Darunter Martin Wezowski von der SAP AG. Seine Kernaussage „Good Design = Good Business“ beinhaltet, dass Software heute nicht mit Features überladen werden darf, die nur ein kleiner Teil der Nutzergruppe wirklich braucht. Vielmehr muss sie den Anwender und seine Anwendungsfälle kennen und dahingehend personalisiert werden. Sie muss eben ein Nutzererlebnis schaffen. Auch er betont, dass UX alle beteiligten Abteilungen des Softwareunternehmens betrifft und dass sich die Unternehmenskultur genau in diese Richtung verändern muss. Den Abschluss eines inspirierenden UX Tages in Mannheim bildeten dann Christian Reschke und Timo Wolters der kuehlhaus AG sowie Sven Marten von der soventa AG. Passend zum Begrüßungsvortrag beschäftigt er sich mit dem Thema Internet der Dinge. Sein Thema ist das vernetzte Zuhause, das Smart Home. Am Beispiel seines „vernetzten“ Nachbars macht auch er deutlich, dass die Kommunikation der einzelnen Lösungen untereinander zukünftig einen wichtigen Erfolgsfaktor darstellen wird und gibt einen Ausblick auf eine Ära, in der UX in der Entwicklung neuer Produkte ein fester Bestandteil wird.

Mit vielen Inspirationen und neuen Eindrücken in der Tasche haben wir uns am Abend dann wieder auf die Rückreise nach Karlsruhe gemacht und freuen uns darauf unsere Produkte mit noch mehr Erlebnissen zu füllen.

Eure Steffi

PS: Alle Vorträge gibt es hier auch zum Anschauen.

Christian Nickel

Christian Nickel

Christian ist einer der jüngsten im YellowMap-Team und steckt jeden mit seiner unerschütterlichen guten Laune an. Er scheint oft an vielen Orten gleichzeitig zu sein und kann in Sekundenbruchteilen von einem Gesprächspartner zum anderen umschalten, was manchmal für Ver- oft auch für Bewunderung im Team sorgt. Christian hilft wo er kann und selbst wenn er bereits fünf Bälle jongliert wird niemand abgewiesen. Kreative Arbeiten sind seine Leidenschaft, die sich auch in von ihm betreuten Produkten und Projekten widerspiegelt. Wer Vorschläge zu neuen Ideen braucht, ist hier genau richtig. Christian legt großen Wert auf gute Vorbereitung und was er macht ist immer erste Sahne.
Christian Nickel